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Finanzprobleme bei deutschen Lebensversicherern

20. November 2018

Finanzprobleme bei deutschen Lebensversicherern

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Der aktu­el­le Bericht an den Finanz­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges vom Juni 2018 zur “Eva­lu­ie­rung des Lebens­ver­si­che­rungs­re­form” erregt Auf­merk­sam­keit: Dem­zu­fol­ge könn­ten 34 von der­zeit 87 deut­schen Lebens­ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten mit­tel- bis lang­fris­tig in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten gera­ten, falls die aktu­el­le Nied­rig­zins­pha­se an den Kapi­tal­märk­ten wei­ter­hin anhal­ten soll­te und das Geschäfts­mo­dell der Lebens­ver­si­che­rung damit wei­ter gefähr­den wür­de. Die­se 34 Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten ste­hen der­zeit unter einer inten­si­vier­ten Auf­sicht der BaFin (Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht) und müs­sen ihr halb­jäh­rig einen Sach­stands­be­richt zur wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung vor­le­gen. Soll­ten die Ver­si­che­rer über einen bestimm­ten Zeit­raum unter die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Eigen­ka­pi­tal­quo­te fal­len, könn­te im schlimms­ten Fall die Abwick­lung dro­hen. Wel­che Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten von der inten­si­vier­ten Auf­sicht kon­kret betrof­fen sind, wird unter Ver­schluss gehal­ten.

 

Ver­ant­wort­lich für die Pro­ble­me sind dem Bericht zufol­ge nicht nur die anhal­ten­de Nied­rig­zins­pha­se, son­dern auch die hohen Ver­wal­tungs­kos­ten der Gesell­schaf­ten. So haben die Abschluss- und Ver­triebs­kos­ten im Jahr 2017 rund 4,7 Mrd. EUR betra­gen. “Trotz ers­ter Erfol­ge bei der Sen­kung der Abschluss- und Vetriebs­kos­ten sind wei­te­re Anstren­gun­gen der Lebens­ver­si­che­rer erfor­der­lich, die Kos­ten zu sen­ken”, so der Bericht.